• Hilfsgütertransporte

    Hilfsgütertransporte

  • Hilfe für Betagte in Georgien

    Hilfe für Betagte in Georgien

  • Lebensmittelhilfe

    Lebensmittelhilfe

  • Flüchtlingshilfe

    Flüchtlingshilfe

  • Kindercamps

    Kindercamps

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

 

Osteuropamission Schweiz

Die Osteuropamission Schweiz ist ein unabhängiges christliches Hilfswerk, das seit 1969 in Osteuropa materielle und
soziale Hilfe leistet. Die OEM Schweiz setzt sich für ethnische Minderheiten, sozial Schwache und benachteiligte
Menschen ein
und leistet damit einen Beitrag gegen die Armut in Osteuropa. 

 

 

Aktion "Weihnachtspakete"

Lebensmittel- und Geschenkpakete für bedürftige
Erwachsene und Kinder in Osteuropa

Kosten pro Paket:  SFr. 40.- / Euro 35.-

- lokal zusammengestellt
- keine Transportkosten
- fördert eigenen Ostmarkt
- mehr Inhalt für weniger Geld

Bitte bei Überweisung "Paketaktion" vermerken.
Herzlichen Dank für Ihr Mitmachen!

Hilfe, die ankommt - Reisebericht von Köbi Albisser

"Seit über zwei Jahrzehnten fahren wir um die Weihnachtszeit für die Osteuropamission Schweiz nach Rumänien - diesmal auch nach Serbien, um armen, benachteiligten Menschen Hilfe zu bringen. Ein neues Ziel ist die Stadt Subotica, die im nördlichsten Zipfel Serbiens liegt. Wir besuchen Pastoren, die dort als Mitarbeiter der Osteuropamission tätig sind.

Am Abend unserer Abreise fahren wir nach Feldkirch und verladen dort unseren PW in den Autozug, wo wir ein Schlafwagenabteil beziehen. Wir schlafen nicht besonders gut - ausser unserer Hündin Tirza, die sich im Abteil sehr wohl fühlt. Um 6 Uhr gibt es Frühstück und nach der Ankunft in Wien fahren wir weiter nach Budapest in Ungarn. Gleich nach Budapest erreichen wir den Ort Inarcs, wo sich das Missionsgebäude und Hauptlager der Osteuropa Mission befinden. Dort verbringen wir die erste Nacht und haben viel zu besprechen, da Serbien für uns noch völlig unbekannt ist. Weil es nicht möglich ist, einen LKW mit Hilfsgütern nach Serbien zu senden, stopfen wir so viele Waren wie möglich in unser Auto und fahren am nächsten Morgen Richtung Grenze los. Robert, unser Übersetzer, kommt einen Tag später nach, ebenfalls mit einem vollbeladenen Fahrzeug. Dank Navigationsgerät finden wir unkompliziert das Büro der Osteuropa Mission in Subotica in Serbien. Wir sind erstaunt, wie sauber alles ist und wie freundlich die Leute sind. Bei einem feinen Essen im Restaurant besprechen wir unser weiteres Vorgehen mit einem der drei Pastoren, die alle Mitarbeiter der Osteuropamission Serbien sind. Danach fahren wir zu unserem Appartement, das sich erfreulicherweise als sauber und angenehm herausstellt. Damit wir nicht in Mänteln frühstücken müssen, besorgen wir uns einen kleinen Elektroofen. Dann machen wir unsere ersten Besuche.

Die Antwort auf ihre Gebete …

Camelia Ratisan hat kein leichtes Leben. Als sie mit dem 5. Kind schwanger war, verliess ihr Mann sie wegen einer anderen Frau. Seit 22 Jahren hat sie ihn nicht mehr gesehen. Sie erhielt all die Jahre weder Alimente noch Sozialleistungen vom Staat. Da sie nicht geschieden ist, bekommt sie auch kein staatliches Geld für die Kinder. Die winzige Einzimmerwohnung konnte sie in diesem Block kaufen, als sie noch ganz jung war und die Wohnungen in den heruntergekommenen Blöcken sozusagen für ein Butterbrot zu haben waren. Seither muss sie sich immer um Arbeit bemühen, um zu überleben. Seit 6 Monaten hat sie jetzt wieder eine Stelle als Haushaltshilfe gefunden.

Dort kümmert sie sich um das Kind, putzt, kocht und wäscht für die Familie. 6 Tage in der Woche arbeitet sie für einen Monatslohn von umgerechnet 300 Franken. Wie hier üblich hat sie weder einen Vertrag noch eine Versicherung. Aber sie ist dankbar, überhaupt eine Arbeit zu haben. Sie betet zu Gott, dass er ihr helfen möge, denn sie hat Schulden bei den Strom- und Wasserwerken. Jeden Monat zahlt sie von ihrem Lohn etwas zurück und lebt äusserst sparsam. Gerade heute hat sie diese Schulden beglichen und besitzt nun gar kein Geld mehr. Sie ist überwältigt von unserem Besuch, ist es doch für sie ein Zeichen, dass Gott sie nicht vergessen und ihre Gebete erhört hat. Wir freuen uns mit ihr, dass wir ihr finanziell und materiell helfen dürfen. Wir gönnen es dieser liebenswerten und fleissigen Frau, dass sie nicht mehr unter dem Schuldendruck steht und darüber hinaus noch einen Notgroschen für schlechte Zeiten hat.

Wo die Wohnungen billiger und die Menschen ärmer sind …

1712 3Wir sind in der Altstadt von Subotica in Serbien, wo schöne alte Gebäude stehen. Seit dem Krieg wurden viele dieser  herrschaftlichen Häuser renoviert und die Stuckaturen erneuert. Doch es gibt auch die alten, verwahrlosten Häuserblöcke, an denen schon vor dem Krieg nichts mehr gemacht wurde. Hier sind die Wohnungen billiger, die Menschen ärmer, und solche Bewohner besuchen wir, weil wir Freude und Hoffnung in ihr Leben bringen möchten.

Der 61-jährige Ferenc lebt hier. In der Stadt gab es früher eine Fensterfabrik, wo er als Glasschneider gearbeitet hat. Nun findet er keine Arbeit mehr, ausserdem hat er gesundheitliche Probleme. Bei ihm wohnt noch Jadranka, die 54 Jahre alt und behindert ist. Sie ist nicht seine Freundin, doch da sie sonst nirgends ein Plätzchen zum Wohnen findet, darf sie hier in einem eigenen kleinen Zimmer leben. Schon beim Eintreten stellen wir fest, dass hier wohl schon länger niemand mehr richtig geputzt hat, denn unsere Schuhe bleiben förmlich am Teppichläufer kleben. Die Küche und das Badezimmer hinterlassen auch nicht gerade den besten Eindruck.  Offensichtlich fehlt es den zwei Bewohnern an helfenden Händen…

1712 4Ferenc und Jadranka erhalten je eine kleine Rente, mit der sie gerade so überleben können. Den Strom haben sie jedoch seit 2 Monaten nicht bezahlt. Sie sind wirklich sparsam und heizen so wenig wie möglich mit dem Elektroofen, eine andere Heizmöglichkeit gibt es hier nicht. Sie freuen sich sehr über unseren Besuch und sind so glücklich über die Lebensmittel, die wir ihnen schenken. Wir stellen das Lebensmittelpaket aufs Bett, da sich sonst kein Platz dafür findet. Jadranka spricht sogar einige Worte deutsch und freut sich wie ein kleines Kind, als ich ihr ein Weihnachtslichtlein schenke, das mittels einer Batterie farbwechselnd leuchtet. Immer wieder umarmt sie mich strahlend. Dem Pastor geben wir Geld, um die Stromschulden zu bezahlen, Ferenc und Jadranka erhalten von uns je  einen Weihnachtsbatzen. Als wir uns gerade verabschieden, meinte Ferenc noch: „Wie gut, dass gestern einige Freunde hier waren und mir alles sauber geputzt haben…“.

 

Das unabhängige Gütesiegel der Stiftung Ehrenkodex attestiert eine umfassende Qualität der Arbeit sowie einen sorgsamen Umgang mit Spendengeldern.

Aktuelle Monatsausgabe

  • "Denn uns ist ein Kind geboren! Ein Sohn ist uns geschenkt! Er wird die Herrschaft übernehmen. Man nennt ihn «Wunderbarer Ratgeber», «Starker Gott»«, «Ewiger Vater», «Friedefürst»."
    Jesaja 9,5
  • 1

E-News