• Hilfsgütertransporte

    Hilfsgütertransporte

  • Hilfe für Betagte in Georgien

    Hilfe für Betagte in Georgien

  • Lebensmittelhilfe

    Lebensmittelhilfe

  • Flüchtlingshilfe

    Flüchtlingshilfe

  • Kindercamps

    Kindercamps

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

 

Osteuropamission Schweiz

Die Osteuropamission Schweiz ist ein unabhängiges christliches Hilfswerk, das seit 1969 in Osteuropa materielle und
soziale Hilfe leistet. Die OEM Schweiz setzt sich für ethnische Minderheiten, sozial Schwache und benachteiligte
Menschen ein
und leistet damit einen Beitrag gegen die Armut in Osteuropa. 

 

 

Serbien: offene Ohren, Herzen und Türen

OEM-Mitarbeiter David Varga berichtet von der Arbeit, die er 2018 gemeinsam mit seinem Vater Tibor und Team unter den Notleidenden geleistet hat.

„Wir sind Gott dankbar, dass wir auch im 2018 so vielen Menschen und Familien in Not helfen konnten.

Lagerhalle resize Zweimal pro Woche öffnen wir die Türe unseres Missionscenters in Subotica, heissen jeden willkommen, hören den Menschen zu und unterstützen sie, wo es uns möglich ist. Im Februar haben wir zusammen mit 20 freiwilligen Helfern die 30 km entfernte Lagerhalle in Cantavir auf Vordermann gebracht. Das Dach wurde neu befestigt, die Hilfsgüter sortiert und Platz für neue Güter geschaffen. Vielen Menschen in Serbien mangelt es an allen Ecken und Kanten.

„Krankes“ Gesundheitswesen

Auch um das Gesundheitswesen ist es schlecht bestellt. Die Geräte in den medizinischen Einrichtungen sind veraltet, die Gebäude marode und ein Grossteil des Personals ist in der Hoffnung auf besseren Lohn ins Ausland abgewandert. Einer einfachen Untersuchung geht tagelanges Warten im Krankenhaus voraus – im Falle einer Operation können Monate vergehen! Da sich kaum eine Familie Medikamente leisten kann, erhalten sie von uns seit zwei Jahren finanzielle Unterstützung. Leider können wir nicht ihren ganzen Bedarf abdecken. Der 63-jährige Ozvald Ferenc ist schwer krank und verlässt kaum mehr das Haus. Er ist sehr dankbar für die Medikamente und Lebensmittel, die wir ihm wöchentlich vorbeibringen

.

Ozvald resize

Sonne auf LM resize

Lebensmittelpakete und Puppentheater

Unsere Lebensmittelpakete beinhalten die wichtigsten Grundnahrungsmittel sowie Waschmittel und Pflegeprodukte. Da die Bedürftigen nicht nur im Winter an Hunger leiden, versorgen wir sie das ganze Jahr über mit Lebensmittelpaketen. Senioren und Kranke erhalten zusätzlich Hygieneartikel. Unsere Puppentheater-Aufführungen an Ostern und Weihnachten sind bei den Schulkindern sehr beliebt. Mein Vater Tibor besucht mit unserem Team die Klassen und so hören jedes Jahr bis zu 1000 Kinder Geschichten aus der Bibel.

Persönlicher Austausch

Auf Wunsch einiger interessierter Leute begannen wir Ende Jahr mit wöchentlichen Treffen in unserem Missionscenter. Das Ziel war, durch christliche Filmprogramme und anschliessenden Austausch darüber Kontakt untereinander zu pflegen. Am Anfang waren die meisten begeistert dabei, doch mit der Zeit kamen nur noch wenige Personen. Zwei, die gerne weiterhin gekommen wären, besuche ich nun einmal pro Woche persönlich. Ich freue mich sehr über die positiven Veränderungen, die unsere Gespräche und gemeinsamen Gebete innert Kürze in der Familie bewirkt haben. Offensichtlich war es Gottes Plan, dass wir uns diesen Menschen intensiver widmen.  

Familie Perjan resize
Brennholz resize

 

Gebäck und Brennholz
Den Winter hindurch haben wir Familien in Subotica, Cantavir und Mali Idjos monatlich Brennholz gebracht. Auch wenn der Vorrat oft nicht bis zur nächsten Lieferung reichte, war es den Menschen eine grosse Hilfe – so wie mein Gebäck-Projekt mit der Bäckerei in Subotica. Jeden Montag kamen Bedürftige bei uns vorbei und durften sich ein oder zwei Beutel mit Brot und anderen Backwaren vom Vortag mitnehmen. Dankbare Abnehmer waren auch die Perjans. Mutter Arifovkij hat drei Kinder und ihren krebskranken Mann zu versorgen. Die Familie kommt aus Mazedonien. Ohne serbischen Pass darf Arifovkij nicht arbeiten. Der elfjährige Sohn Alen war sehr froh über die Brille, die wir ihm besorgt haben.

Glücklich über unsere Hilfe ist auch László Pajzer. Wir besuchen den 72-Jährigen und seine Frau Katica jede Woche, tauschen uns aus und beten zusammen. Die beiden wohnen in einem kleinen Häuschen und leben mehr schlecht als recht von Lászlós bescheidener Rente. Gesundheitlich geht es ihnen nicht gut. Vor einem Jahr hat Lászlós Ehefrau ihre Arbeit auf dem Markt aufgeben müssen. Von seinen Kindern kann das Paar keine Hilfe erwarten, denn der Sohn ist drogenabhängig und die Tochter weiss selbst nicht, wie sie ihren Lebensunterhalt bestreiten soll. László beschreibt seine Lage wie folgt: "Meine Pension ist jeweils rasch aufgebraucht. Im Winter geben wir viel Geld für Strom und Heizung aus und für mehr als eine Mahlzeit pro Tag reichen unsere Mittel nicht aus. Da sind die Lebensmittel von der OEM ein grosser Segen für uns.“  

Familie Pajzer resize
Raketenofen resize

Raketenofen für die Suppenküche

Immer wieder greifen wir den Familien auch praktisch unter die Arme. Ob bei Reparaturen von Dächern, Wänden und Fenstern oder beim Renovieren der Innenräume, stets verwenden wir auch gebrauchtes Material nach dem Motto „aus Alt mach Neu“. Ich bin sehr dankbar für das Occasions-Fahrzeug, das ich von der OEM Schweiz erhalten habe. Nun kann ich die Familien auf dem Land schneller besuchen und mit Lebensmitteln oder Brennholz versorgen. Auch bin ich flexibler, um meinen Vater in der Suppenküche in Cantavir zu unterstützen. Vor einiger Zeit haben wir im Essraum einen Raketenofen und ein kleines Waschbecken mit Warmwasser installiert, damit sich die Leute die Hände waschen können. Essraum und Küche haben je eine neue Türe erhalten. Die Räume sind nun viel besser isoliert.

 

Hilfe für und von Flüchtlingen

Der 30-jährige Abuzar aus dem Iran hat uns bei der Installation dieser Türen tatkräftig geholfen. Er gehört zu einer der beiden Flüchtlingsfamilien, die hier in Serbien zum Christentum konvertiert sind und sich 2018 unserer Kirche in Cantavir angeschlossen haben. Noch immer hausen hier Flüchtlinge unter menschenunwürdigen Umständen in verlassenen Bauten rund um den Bahnhof – ohne Strom und fliessendes Wasser. Offiziell darf die OEM sie nicht versorgen, also besuchen wir sie privat. Vor allem mein Vater Tibor Varga schaut regelmässig bei ihnen vorbei, bringt ihnen Nahrungsmittel, Hygieneartikel, Kleider und Schuhe. Wir haben gehört, dass es Abuzar nun nach Deutschland geschafft hat, das gönnen wir ihm von Herzen. Ihnen, liebe Freunde der OEM Schweiz, danken wir herzlich für Ihr Wohlwollen und Ihre Treue, die Sie uns 2018 wieder erwiesen haben.“

 

Abuzar resizeFlchtlinge resize

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das unabhängige Gütesiegel der Stiftung Ehrenkodex attestiert eine umfassende Qualität der Arbeit sowie einen sorgsamen Umgang mit Spendengeldern.

Aktuelle Monatsausgabe

  • "Aber das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf Gott, den Herrn, dass ich verkündige all dein Tun."
    Psalm 73,28
  • 1

E-News