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Osteuropamission Schweiz

Die Osteuropamission Schweiz ist ein unabhängiges christliches Hilfswerk, das seit 1969 in Osteuropa materielle und
soziale Hilfe leistet. Die OEM Schweiz setzt sich für ethnische Minderheiten, sozial Schwache und benachteiligte
Menschen ein
und leistet damit einen Beitrag gegen die Armut in Osteuropa. 

 

 

Kinderlager in Serbien: Zwei Schweizerinnen im Einsatz

Am 15. Juli 2019 fuhren die zwei jungen Schweizerinnen, Naemi Zürcher und Jasmin Stübi, mit einem PKW nach Serbien. Das Ziel: Das OEM-Team in Čantavir während der Kinderwoche zu unterstützen. Ihr Erlebnisbericht:

 

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«Sonntagabend in einem kleinen Städtchen im Norden Serbiens. Wir biegen ab und stehen vor einer schönen kleinen Baptistenkirche. Freudestrahlend erwartet uns die Pastorenfamilie Tibor und Marika Nagy mit ihrer Tochter und deren Ehemann. Wie alte Freunde werden wir herzlich begrüsst und dürfen uns gleich an den reich gedeckten Tisch setzen. In fröhlicher Runde stärken wir uns nach der langen Reise mit Tomaten, Gurken, Wurst und Käse. Überrascht erfahren wir, dass in Čantavir 90 % ethnische Ungaren wohnen. Unsere Liste mit serbischen Wörtchen können wir also gleich liquidieren. Wir befinden uns in der Region Vojvodina, wo mehrheitlich Ungarisch gesprochen wird, Serbisch ist „nur“ die Zweitsprache.

 

Spielen, Tanzen und Singen

Hier in Čantavir gibt es einen Bevölkerungsrückgang, denn die Lebensbedingungen sind hart und die Löhne sehr bescheiden. Am Montagmorgen empfangen wir etwa 40 Kinder, später werden es zwischen 50 und 60 sein. Vor einigen Jahren waren es gemäss Marika noch 200. Nichtsdestotrotz leuchten die Augen der Kids. Viele von ihnen kennen die Kinderwoche bereits von den Vorjahren. Das Team der Baptistenkirche teilt die Kinder mit farbigen Bändern in Altersgruppen auf. Bis alle da sind, spielen sie im gemütlichen Garten der Kirche. Der Morgen beginnt mit vielen Liedern inklusive Choreografie, bei der die Kinder sofort mitmachen. Für die Musik und die Moderation sind die jungen Erwachsenen der Kirche zuständig. Sie sind nicht sehr zahlreich, weshalb sie Verstärkung von anderen Kirchen erhalten, sogar von Budapest reiste ein Team an. Wir sind beeindruckt vom Enthusiasmus und der Professionalität dieses Teams.

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Kreative Köpfe

Täglich folgen auf das Singen das Erlernen eines Bibelverses und eine biblische Geschichte, die teilweise mittels eines Theaterstücks erzählt wird. Die Schauspieler schminken und verkleiden sich für diesen Auftritt. Die Kinder verfolgen die Geschichte mit grosser Aufmerksamkeit. Bevor man sich dann in die Kleingruppen begibt, um das Gehörte gemeinsam zu diskutieren, gibt es eine feine Zwischenmahlzeit und Getränke. Auch Spiele und Basteln gehören zum Vormittagsprogramm. Die Frauen wissen, wie sie den Kindern mit einfachen Ideen und wenig Material eine Freude bereiten können. Mittags fällt es den Kindern schwer, nachhause zu gehen. Immerhin dürfen sie jeweils etwas Selbstgebasteltes mitnehmen.

 

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Verständigung mit Händen und Füssen

Obwohl wir uns aufgrund der bescheidenen Sprachkenntnisse nur begrenzt mit den Kindern beschäftigen können, sind wir schon gegen die Mittagszeit ziemlich erschöpft. Wir versuchen mitzumachen, wo es geht und helfen bei praktischen Arbeiten, z. B. in der Küche. Das Küchenteam kennt nur wenige englische und deutsche Wörter, dennoch freunden wir uns schnell an und lachen über unsere Kommunikation mit Händen und Füssen. Am Nachmittag kommen die Kinder noch einmal für eine Stunde, um zu spielen und zu basteln. An einem Tag können dann auch wir eine Bastelarbeit anbieten und leiten. Auf diesem Gebiet sehr unerfahren, brauchen wir einiges mehr an Vorbereitung, wir haben aber auch selber viel Freude am Gestalten und Bemalen der farbigen Karten. In dieser Woche kommen wir mit einigen Personen ins Gespräch und erfahren genauer, wie es sich in Serbien so lebt. Die Armut und Perspektivlosigkeit, mit der die Menschen hier aufwachsen, beschäftigen uns. Wie wertvoll, dass die Baptistenkirche in dieser Umgebung wie ein kleiner Hoffnungsschimmer sein kann.

 

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Abschied im Bibelmuseum

Auch ein Abendausflug nach Subotica steht für uns auf dem Programm, wo man uns eine erfrischende Eiscreme spendiert. Mit einem Barbecue klingt die Woche aus und zu unserer grossen Überraschung gibt es für alle vom Team, inklusive uns, ein Geschenk für die geleistete Arbeit. Tibor entlässt uns jedoch nicht, bevor er uns voller Stolz sein eigenes Bibelmuseum gezeigt hat. Wir lassen uns die grosse Sammlung von alten Bibeln in allen möglichen Sprachen erklären, die Tibor mit viel Liebe zum Detail präsentiert.

Schweren Herzens verabschieden wir uns. Eine solche Gastfreundschaft haben wir selten erlebt. Die Zeit in Čantavir wird uns eindrücklich in Erinnerung bleiben.

 

Das unabhängige Gütesiegel der Stiftung Ehrenkodex attestiert eine umfassende Qualität der Arbeit sowie einen sorgsamen Umgang mit Spendengeldern.

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