OSTEUROPAMISSION Schweiz

Die Osteuropamission Schweiz ist ein unabhängiges christliches Hilfswerk, das seit 1969 in Osteuropa materielle und soziale Hilfe leistet. Die OEM Schweiz setzt sich für ethnische Minderheiten, sozial Schwache und benachteiligte Menschen ein und leistet damit einen Beitrag gegen die Armut in Osteuropa.

Unser Mitarbeiter Tibor Nagy blickt auf den Sommer zurück, der Hochsaison für Kinder- und Jugendcamps. Trotz Corona-Krise konnte dort ein Camp stattfinden. Nachfolgend Tibors Kurzbericht aus Nordserbien:

Aufgrund der instabilen Lage bezüglich Covid-19 wussten wir lange nicht, wie der Sommer verlaufen würde und ob wir die von den Kindern und Jugendlichen heiss ersehnten Camps würden durchführen können. Zwei waren geplant – den Anlass in Čantavir mussten wir leider absagen, da von der Regierung kurz zuvor sehr strenge Schutzmassnahmen verordnet worden waren, die eine Durchführung verunmöglichten. Umso glücklicher waren die teilnehmenden Jungs und Mädchen des Camps in Kishegyes. Das Konzept unserer Sommerlager ist stets gleich aufgebaut und hat sich die ganzen Jahre über bewährt. Morgens erzählen der jungen Schar eine Geschichte aus der Bibel mittels Theater und Puppen, am Nachmittag sind Spiel und Plausch angesagt. Wie in den anderen osteuropäischen Ländern durften wegen der Pandemie keine Übernachtungen stattfinden. Dennoch waren alle mit grossem Interesse und Begeisterung dabei und es herrschte eine gute Stimmung. Gleichzeitig lief es etwas chaotischer als die vorigen Jahre ab. Die Schutzmassnahmen waren für alle, auch für die Leiterinnen und Leiter, sehr ungewohnt und manch einer fühlte sich etwas unsicher.

Geschichten und Geschicklichkeit

In einer viel schwierigeren Situation befand sich zu biblischen Zeiten wohl das Volk Israel, als es unter der Herrschaft und Tyrannei der Ägypter litt. Wir erzählten den Kindern, auf welch wunderbare Weise Gott sein Volk befreite und der Pharao die Israeliten ziehen lassen musste. Die zehn Plagen lassen sich da immer sehr anschaulich darstellen, alle waren mit grossen Augen und gespitzten Ohren dabei. Mit Papier und Farbstiften konnten die Kinder das Gehörte danach vertiefen. Am Nachmittag waren Anspannung und Angst vor einer Ansteckung mit Covid-19 dann wie weggeflogen, da die Spiele und der Geschicklichkeitsparcours unter freiem Himmel stattfanden. Dankbar und wehmütig zugleich verabschiedeten sich Ende der Woche alle voneinander und nahmen unvergessliche Erlebnisse mit nachhause. Ganz herzlichen Dank unseren Freunden in der Schweiz für alle Spenden, die dieses Sommercamp möglich gemacht haben.